Der Waldkindergarten

Waldkindergärten geben Kindern ab drei Jahren die Möglichkeit, ihren Tag im Wald zu verbringen und sich ihre Spielsachen in der Natur zu suchen.

Waldkindergärten sind Kindergärten, in denen die Kinder spielen, lernen, basteln, toben und singen. Ein wesentlicher Unterschied zum Regelkindergarten besteht darin, dass der Waldkindergarten bei Sonne, Wind und Wetter draußen im Freien stattfindet.

Durch den ständigen Aufenthalt in der Natur erleben und erfahren die Kinder die Umwelt in einer Intensität, die sie ein Leben lang prägt. Die Natur ist der ideale Bewegungsraum für Kinder. Der Wald bietet mit seiner Struktur und der Vielzahl seiner Materialien ein schier unerschöpfliches Reservoir von Möglichkeiten zum Spielen, Entdecken und Lernen.

Die Waldkindergarten-Pädagogik ist ein innovatives Bildungsangebot im Vorschulalter. Waldkindergärten stellen eine umweltbezogene, bewusste Reaktion auf veränderte Lebenssituationen von Familien dar. Sie stärken und stabilisieren die kindliche Entwicklung in besonderer Weise. Mit den Methoden der Waldkindergärten-Pädagogik werden Bildungsinhalte vermittelt, die die emotionalen, kognitiven und psychomotorischen Kompetenzen der Kinder in besonderer Weise fördern.

Das Leben, Spielen und Handeln im Wald trägt nachhaltig zur Entwicklung eines sozial-kulturellen, ökologischen und ökonomischen Verständnisses der Kinder bei. Die Waldkindergärten bieten beste Vorraussetzungen, um die wachsenden Herausforderungen des Lebens zu bestehen.

Seit ca. 20 Jahren ergänzen Waldkindergärten die umweltpädagogisch-orientierten Bildungseinrichtungen in Deutschland. Inzwischen gibt es bundesweit ca. 700 Waldkindergärten.